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Ohne Boden keine Lebensmittel

Ziegen brauchen Pflanzen als Nahrung. Pflanzen brauchen neben Sonnenlicht und Luft auch
Nahrung, nämlich Wasser und Nährstoffe. Diese bekommen sie aus dem Boden. Dabei hat das
Ausgangsgestein einen ganz entscheidenden Einfluss auf den Gehalt und die Zusammensetzung
der mineralischen Nährstoffe im Boden. Fruchtbare Böden sind porös, gut durchwurzelbar
und können den Pflanzen viel Wasser und ausreichend Nährstoffe zur Verfügung stellen.

Der Pulvermaar-Vulkan hat bei seinem Ausbruch vor rund 20-30.000 Jahren im Bereich des heutigen Vulkanhofes einen viele Meter mächtigen Wall aus mineralienreichem Lockermaterial (Tephra) abgelagert. Während der letzten Eiszeit, die vor etwa 11.000 Jahren zu Ende ging, wurde zudem noch fruchtbarer Löss aufgeweht. Bei der Gesteinsverwitterung durch physikalische, chemische und biologische Prozesse zerfallen die Gesteine im Laufe der Jahrtausende und Boden entsteht. Dabei werden auch wertvolle Nährstoffe frei gesetzt und im Boden gespeichert. Die im Bodenwasser gelösten Nährstoffe nimmt die Pflanze mit ihren Wurzeln auf und verwendet sie zum Aufbau der oberirdischen Pflanzenmasse. So entsteht auf den zum Vulkanhof gehörenden Wiesen bestes Futter für gesunde Ziegen und damit für qualitativ hochwertige Lebensmittel.

Doch Achtung: Beim fruchtbaren Bodenmaterial handelt es sich, wie auch am Vulkanhof-Bodenprofil zu sehen ist, meistens nur um eine sehr dünne Schicht, in der oberflächennah unzählige Lebewesen aktiv sind und Humus angereichert wird. Wird der Boden durch falsche Bewirtschaftung, wie z.B. Schadstoffeintrag nachteilig verändert oder durch Wasser weggespült (Erosion), gehen auch die guten Standorteigenschaften verloren. Seit 1998 gibt es ein eigenes Gesetz zum Schutz des Bodens.

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